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Victor Kleins letzte Hochrechnungen

Sand

Matthias Ohler am 10.08.2015

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Die Stimme klang undeutlich und wie von fern, als habe er Watte in den Ohren. "Niemand kann Dir das Wasser reichen." Er konnte nicht prüfen, ob er Watte in den Ohren hatte. Die Arme steckten im Sand, wie der ganze Körper, bis zum Kinn. Eine ferne Ahnung sagte ihm, dass er träume, aber nicht, ob er den Traum überleben werde. Solange Nacht war, konnte er kühl bleiben und würde Wassers nicht bedürfen. Ein Durstgefühl war nicht zu konstatieren. Es kam nicht einmal dadurch auf, dass er daran dachte, es könne vielleicht aufkommen.

Dann begann der Sand wegzurieseln. In gleichmäßigem, zügigem Tempo rieselte der Sand um ihn herum fort, irgendwohin unter ihm. Er konnte die Arme hochnehmen, prüfte mit den Händen die Ohren. Keine Watte. An Hemd und Hose blieb kaum etwas von dem feinen Sand zurück. Wo ging der Sand denn hin?

Als endlich die Füße ganz frei von Sand waren, entdeckte er zwischen diesen ein Loch, nicht größer als ein Centstück. Noch bevor das irgendwie süße Gefühl, das ihn zu beschleichen begann, zu etwas werden konnte, das

 

 

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