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Victor Kleins letzte Hochrechnungen

iWatch und Selbstsorge

Matthias Ohler am 22.02.2013

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iWatch. Ob sie kommt, steht wohl eher nicht in Frage, sondern lediglich wann und in welcher Form. Sie steht, wie andere ähnliche Ideen und bereits benutzbare Maschinen auch, in der Tradition dessen, was Peter Sloterdijk  "Anthropotechnik"genannt hat, und Michel Foucault, der Sloterdijk, wie ich denke, nicht nur in zeitlicher Hinsicht voraus ist, "Die Hermeneutik des Subjekts". Die "Sorge um sich", die Selbst-Sorge, wird um ein Instrument erweitert.

Statt darüber zu lamentieren, was wir uns - durchaus im wörtlichen Sinn - alles an-tun und im Anschluß klassische Zeiten zu idealisieren, könnten wir uns fragen, wie ein Gespräch auf dem Marktplatz Athens über die iWatch und ihre Verwandten wohl ausgesehen hätte. Oder noch besser: Uns auf unseren Marktplätzen darüber unterhalten und Fragen dazu finden. Durch die Maschinen sind die Marktplätze wohl tatsächlich größer geworden als sie es in Athens arsitokratischer Männergesellschaft waren und je hätten werden können. Statt diese Diskussionen wieder dem zweitklassigen Sammelsurium der "Experten" in den Talkrunden zu überlassen, wie Precht und KollegInnen, führen wir sie lieber selber und diskutieren die hektisch-magere Diskussionskultur der gutbezahlten Laberrunden gleich mit.

Was bedeutet "Sorge um sich"? Und wie steht sie im Verhältnis zur Sorge um die und mit den andern? Die iWatch ist nicht die Antwort darauf, sondern die Erweiterung der Frage danach, wer wir sind. So gesehen, ist sie weder gefährlich noch die Rettung, sondern schlicht ein weiteres frag-würdiges Phänomen.

Kommentare

22.02.2013

Victor K.

Das ist halt eine der Fragen, die so Dinger wie iWatch aufwerfen.
Und: Man beobachtet halt so die Angebote der Welt, wie man mit sich umgehen soll, kann, darf - und irgendwann muss, zB wenn man gewisse Jobs haben will?

22.02.2013

Bin einfach so

Da war MatO aber sehr fix mit dem Thema!
Was hat die iwatch mit "Sorge um sich" zu tun? Ist doch nur ein Gerät, um auf Daten zugreifen zu können. Man ist doch frei in seinen Entscheidungen, ob, wann und wie man auf Daten zugreift.

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